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Rechte für die Erde

Barthel Pester

Kinder und Jugendliche in EU-Parlament: Rechte für die Erde

Mehr als 300 Kinder und Jugendliche aus zehn europäischen Ländern haben Ende November 2019 im Europaparlament mehr Rechte für den Planeten gefordert. Schüler*innen des Alten Gymnasiums Oldenburg waren auch mit dabei. Die jungen Aktivist*innen stellten in Straßburg eine Erklärung vor, in der in 18 Artikeln unter anderem eine effektivere Mülltrennung, ein nachhaltigerer Umgang mit Energie und ein besserer Schutz der Ozeane gefordert wurde. Den folgenden Text haben die Schüler*innen Emma, Joshua, Lea, Nina und Mattea aus der Klasse 10b geschrieben:

AGOnauten verfassen die 1. Europäische Erklärung der Rechte unserer Erde

10 Länder, 14 Klassen, 310 Schüler aus ganz Europa, 22 Lehrer und eine „Erklärung der Rechte unseres Planeten und allen Lebens.“

Wir, Emma, Joshua, Lea, Nina, Mattea, aus der Klasse 10b mit unserer Lehrerin Frau Osthövener, wurden von der französischen Delegierten Karima Delli eingeladen, im Europäischen Parlament in Strasbourg als eines von 10 Ländern und Vertreter Deutschlands das Projekt „Kids for Planets rights“ zu präsentieren. An unserer Seite waren sechs unserer französischen Austauschschüler, mit denen wir uns in Strasbourg getroffen und eine spannende Zeit verbracht haben.

An diese Ehre kamen wir durch unser vom DFJW gefördertes Austauschprojekt Um(WELT)denken – Faire AutreMonde, durch welches die Journalistin und Filmproduzentin Elsa Da Costa-Grangier auf uns aufmerksam wurde. Elsa rief das Projekt „Kids for Planet Rights“ mit einer Schülergruppe aus Paris, der Lobby de Poissy, ins Leben.

Bei unserem Frankreichaustausch haben wir, eine 60köpfige deutsch-französische Schülergruppe, uns ausführlich mit den Themen nachhaltige Ernährung, Energienutzung und Abfallvermeidung beschäftigt. Während unseres Frankreichaufenthaltes im Herbst haben wir auf Grundlage unserer Recherchen mehrere ausführliche Artikel für die Déclaration verfasst. Daraus und aus der Arbeit der anderen Länder resultierte nun die  1. Europäische Erklärung der Rechte unserer Erde und allen Lebens (Déclaration des Droits de la Planète et du Vivant/European Declaration of planet’s rights).

An dieser arbeiteten 10 Länder, 14 Klassen, 310 Schüler im Alter von 10 bis 16 Jahren und 22 Lehrer aus ganz Europa, u.a. Schweden, Italien, Polen, Kroatien, Finnland, Portugal, Frankreich und Oldenburg.

Dank der Einladung von Karima Delli konnten 80 Schülerinnen und Schüler aus ganz Europa (darunter wir sechs) am 27.11.2019 das Europäische Parlament besuchen, wo wir an einer besonderen Parlamentssitzung mit der Wahl und Bestätigung der neuen EU-Kommission teilnehmen und die von uns verfasste Erklärung dem EU-Parlamentspräsidenten (David Sassoli) sowie der EU-Kommissionspräsidentin (Ursula von der Leyen) persönlich überreichen konnten.

Abgesehen von den Treffen und Fotos mit den Politikern und zahlreichen Interviews haben wir sowohl im Laufe der Arbeit an dem Projekt als auch während unseres Aufenthaltes in Strasbourg noch zahlreiche weitere Erfahrungen, spannende Eindrücke und neues Wissen sammeln können.

Besonders prägend und wichtig ist für uns aber vor allem eines: das aktive, gemeinsame länderübergreifende Vorgehen gegen den Klimawandel. Es geht um unsere Zukunft. Wir müssen uns Gehör verschaffen und gegen umweltschädigendes Verhalten kämpfen. Das Erstellen und Präsentieren der Déclaration vor den etwa 700 Europa-Abgeordneten war ein erster wichtiger Schritt seitens der Schüler und ihrer Lehrer, auf den hoffentlich noch viele weitere folgen werden.

Weitere Eindrücke von diesem beeindruckenden Projekt unter:

https://twitter.com/elsagrangier (vor allem ab dem 26.11.2019)

https://www.touteleurope.eu/actualite/il-est-temps-d-agir-le-cri-d-alarme-de-310-jeunes-aux-responsables-politiques-europeens.html

https://twitter.com/PE_FRANCE/status/1199705856188854272

https://twitter.com/euroecolos/status/1202183601313464321

https://www.lemonde.fr/planete/article/2019/11/27/nous-voulons-que-le-monde-change-des-enfants-redigent-une-declaration-europeenne-des-droits-de-la-planete_6020744_3244.html?utm_medium=Social&utm_source=Twitter#Echobox=1574866898

https://www.lumni.fr/video/le-lobby-de-poissy-presente-la-declaration-des-droits-de-la-planete-au-parlement-europeen

https://www.shz.de/regionales/kina/rechte-fuer-die-erde-id26506332.html

 

Zum Hintergrund dieser Reise

Seit Januar 2019: Arbeit am Austauschprojekt UmWELTdenken – Faire AutreMonde mit dem Lycée de Kerneuzec (Bretagne), Besuche und Interviews in zahlreichen nachhaltigen Projekten und Initaitiven in Oldenburg und der Bretagne mit der Erstellung von Plakaten und dem Online-Magazine.

Mai 2019: Angebot eines französischen Fernsehteams (Hauptverantwortlich: Elsa Da Costa-Grangier) zur Teilnahme an einem europaweiten Projekt, in dem es um das Verfassen der Europäischen Erklärung der Rechte unserer Erde und allen Lebens (Déclaration européenne des droits de la planète et du vivant, Declaration of planet’s rights) geht: poster_declaration_droits_de_la_planete_VF-3

September 2019: Während des Besuches in der Bretagne im September begleitet uns das Filmteam bei der Arbeit an der Déclaration. Der Dokumentarfilm soll 2020 veröffentlich werden.

November 2019: Einladung durch die französische Abgeordnete Karima Delli ins EU-Parlament zusammen mit den anderen Partnerschulen zur Übergabe der Erklärung am 27.11.2019.

Dezember 2019: Das Deutsch-Französische Jugendwerk teilt dem AGO mit, dass das Austauschprojekt zum IN-Projekt 2019 gewählt wurde.

Fazit:  Den Schüler*innen hat dieses Projekt deutlich gemacht, dass sich Engagement lohnt. Als am Tag nach der Übergabe der Erklärung die EU den Klimanotstand ausgerufen hat, hatten die Schüler*innen das Gefühl zumindest einen kleinen Beitrag dazu geleitstet zu haben und waren sehr glücklich.

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