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bei Hella & Hermann in der Burgstr. 9-10.

Starke Frauen, Macht und Mode

Barthel Pester

Frauen arbeiten und leben selbstbestimmt in Würde – weltweit. Das ist die Vision von FEMNET, einem gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn, der sich für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Frauen weltweit einsetzt, mit besonderem Fokus auf menschenwürdige – existenzsichernde und sozialgerechte – Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie. FEMNET fordert, dass Unternehmen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen und die Politik verbindliche Regeln schafft.
Die Gründerin und Vorsitzende von FEMNET, Gisela Burckardt, erzählt über die politische Arbeit für Frauenrechte, über die erzielten Erfolge und die aktuellen politischen Entwicklungen wie das Textilbündnis, den Grünen Knopf und den Gesetzentwurf zur Unternehmensverantwortung.

Autor: Stephan Röhl licence: CC-BY-SA 2.0

Autor: Stephan Röhl
licence: CC-BY-SA 2.0

Wann: Montag, 21. Oktober 2019, 19 – 21 Uhr
Wo: Waldorfschule Oldenburg, Blumenhof 9, 26135 Oldenburg

Gisela Burckhardt leitet bei FEMNET die Kampagne für Saubere Kleidung (Clean Clothes Campaign), die das Ziel hat, die Arbeitsbedingungen in der weltweiten Bekleidungs- und Sportartikelindustrie zu verbessern. Hierzu werden Endverbraucher*innen informiert, wird mit Unternehmen (wie zum Beispiel Discountern in Deutschland) verhandelt, werden Arbeiterinnen-Organisationen unterstützt und öffentliche Kampagnen durchgeführt.

Gisela Burckhardt hat u.a. “Todschick” geschrieben, ein Buch über das dunkle Geheimnis edler Modemarken. Es ist Anklage und Hoffnung zugleich, denn Verbraucher*innen könnten die Textilfirmen zu verantwortlichem Handeln zwingen

Mode und Moral – warum teuer nicht gleich fair bedeutet

Es ist ein verhängnisvoller Irrtum: Wenn wir Markenmode kaufen, glauben wir, der höhere Preis sei durch eine bessere Qualität gerechtfertigt – auch bei den Produktionsbedingungen. Für die Edelmarken sterben doch bestimmt keine Textilarbeiterinnen in Bangladesch … Falsch! Auch teure Modelabels lassen ihre Ware unter erbärmlichsten Bedingungen fertigen. Hauptsache billig, selbst wenn es Menschenleben kostet.

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