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Ernährungsdemokratie jetzt

Barthel Pester

Oldenburger Ernährungsrat ist Mitgründer des bundesweiten Netzwerkes von Ernährungsräten

Erster Kongress der Ernährungsräte möchte urbane Ernährungspolitik auf die kommunale Agenda bringen

Gemeinsam essen bereitet noch mehr Vergnügen:Nina Gmeiner, Désirée Diering, Judith Busch (Koordinatorin Ernährungsrat Oldenburg).

Gemeinsam essen bereitet noch mehr Vergnügen (v.l.n.r.):Nina Gmeiner, Désirée Diering und Judith Busch (Koordinatorin Ernährungsrat Oldenburg).

Unter dem Motto „Ernährungsdemokratie jetzt!“ wurde ein Netzwerk von mehr als 40 Ernährungsräten und Ernährungsrats-Initiativen aus dem deutschsprachigen Raum gegründet. Vertreter des Ernährungsrats Oldenburg nahmen am ersten Kongress der Ernährungsräte teil, bei dem sich in Essen Engagierte aus ganz Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtirol trafen.

Ziel von Ernährungsräten ist es, die Lebensmittelversorgung in den Städten transparent zu machen, lokale Erzeuger zu stärken und Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Ernährungsbildung und urbanes Gärtnern sind weitere Kernthemen.

In Oldenburg besteht das überparteiliche Ernährungsratsgremium aus Vertretern der Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik.

Valentin Thurn, Gründer des Ernährungsrates in Köln und Filmemacher: „Über unsere Ernährung bestimmen heute vor allem große Lebensmittelkonzerne, die auf den Weltmarkt ausgerichtet sind. Doch immer mehr Menschen wollen mitentscheiden, wo ihr Essen herkommt und wie es produziert wurde. Die Ernährungsräte sind dafür ein perfektes Forum, das Konzept breitet sich in Deutschland rasend schnell aus. Mit dem neu gegründeten Netzwerk wollen wir diese Bewegung weiter stärken.“ Kommunen und Länder sollten das hohe Engagement der meist ehrenamtlichen Initiativen unterstützen. Die Ernährungswende von unten ist eine riesige Chance für Städte, sich klimafreundlicher und gesünder zu versorgen.

Auf dem Essener Kongress tauschten sich Ernährungsrats-Experten aus den USA, Kanada, Brasilien und Großbritannien mit der jungen Gründerszene im deutschsprachigem Raum darüber aus, wie Ernährungsräte erfolgreich gegründet werden und arbeiten können.

Die Frage, wie sich die eigene Stadt ernährt, ist so einfach wie wichtig.

„Auch in Oldenburg und Umgebung stehen wir vor vielen ernährungspolitischen Herausforderungen. Ich konnte viele Anregungen aus dem Kongress für unsere Arbeit mitnehmen. Als einer der ersten Ernährungsräte in Deutschland kommt uns die Verantwortung zu, auch die niedersachsenweite Vernetzung von Ernährungsratsinitiativen zu unterstützen.“ freut sich Judith Busch, Koordinatorin des Ernährungsrats Oldenburg.

Nicht zuletzt die vielen netten Begegnungen auf dem Kongress haben gezeigt: Ernährungsdemokratie muss Spaß machen.

 

One Comment

  1. Christoph Gerhard Antworten

    Ein herzlicher Dank an Desi, Judith und Nina! Ihr habt den ER Oldenburg sicher gut vertreten. Bin gespannt auf die neuen Impulse.
    Gruß
    Christoph

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