OOWV-Geschäftsführer spricht sich gegen Atommüllendlager an Küste aus

Keno Westhoff
Morgenstimmung im Wattenmeer.

Foto: Bardou2005 / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0).

Der Geschäftsführer des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes Karsten Specht spricht sich gegen ein Atommüllendlager an der niedersächsischen Nordseeküste aus: „Wo Wasser zur Versorgung der Menschen gefördert wird, ist für Atommüll in dieser Region kein Platz.“ Entlang der Küste lägen wichtige und weitläufige Grundwasserressourcen, mit denen der OOWV die Trinkwasserversorgung in seinem Versorgungsgebiet sicherstelle. „Bei der Suche nach einem Atommüllendlager müssen die Belange der öffentlichen Daseinsvorsorge, insbesondere der Trinkwassergewinnung, zwingend berücksichtigt werden“, so Specht. Der OOWV versorgt eine Million Menschen mit Trinkwasser und betreibt 15 Wasserwerke auf dem Festland und den Ostfriesischen Inseln.
Im Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) werden die niedersächsischen Küstenlandkreise als ein Teilgebiet benannt, die für eine genauere Betrachtung als Endlager in Frage kommen. Die Bürger*innen-Sprechstunde der BGE für diese Region hat bereits am 5. November 2020 stattgefunden. Ab Februar diesen Jahres finden die sogenannten Fachkonferenzen Teilgebiete, organisiert vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), unter Beteiligung von Bürger*innen statt, um die Ergebnisse zu konkretisieren und zu kommentieren. Die Anmeldung für die virtuelle Veranstaltungen ist bereits möglich. Die Ergebnisse dieser Konferenzen müssen von der BGE in ihren künftigen Entscheidungen berücksichtigt werden.

Schreibe einen Kommentar