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Pflück mich

Barthel Pester

Pflück mich – die Früchte unserer Stadt: Ernährungsrat startet neues Projekt

Ob Obst, Beeren, Gemüse, Nüsse oder Kräuter – in Oldenburg sind viele essbare Schätze zu finden. Doch leider werden diese häufig nicht genutzt. Viele Menschen mit Obstbäumen und –sträuchern im eigenen Garten schaffen es nicht, sich um die Ernte zu kümmern. Und bei Früchten auf öffentlichen Flächen besteht oft die Unsicherheit, ob man sich einfach bedienen darf. Hierfür haben Ehrenamtliche des Ernährungsrats Oldenburg das Projekt „Pflück mich – die Früchte unserer Stadt“ ins Leben gerufen, das diesen Sommer starten wird.

Finanziell und ideell wird das Projekt von der Oldenburger Bürgerstiftung unterstützt.  „Die Ziele des Projektes passen gut zu den Stiftungszwecken der Oldenburger Bürgerstiftung, die sich auf die Fahne geschrieben hat, das bürgerliche Engagement sowie Bildung und Umweltschutz in Oldenburg durch geeignete Projekte zu fördern“, erläutert Christine Decker vom Vorstand der Oldenburger Bürgerstiftung.

„Pflück mich“ verbindet Menschen mit Obstbäumen- oder Sträuchern im eigenen Garten mit Menschen, die bei der Ernte helfen wollen. Auf der Plattform können Gartenbesitzer*innen ihre Früchte zum Pflücken und Verschenken anbieten und sich bei der Ernte helfen lassen. Und Menschen ohne eigenen Garten erhalten den Zugang zu frischem, regionalem Obst. Zusätzlich werden auf einer Karte auf der Plattform Pflückstellen auf öffentlichen Flächen angezeigt.

„Corona, aber auch der Klimawandel haben uns gezeigt, dass wir mehr Unabhängigkeit von globalen Lieferketten brauchen und unser Ernährungsverhalten ändern müssen. Mit „Pflück mich“ wollen wir die Wertschätzung von Lebensmitteln wieder stärken und auf die Möglichkeit der Nutzung des Stadtraums für den Anbau von Obst und Gemüse hinweisen,“ erklären Annette Pieper und Beate Thiemann, Mitinitiatorinnen des Projektes.

In diesem Jahr wird die Plattform aufgebaut und Ende August veröffentlicht, so dass im Herbst 2020 erste Pflückaktionen stattfinden können. Das Ziel ist, dass sich in den kommenden Jahren möglichst viele Gartenbesitzer*innen aus ganz Oldenburg auf der Plattform registrieren und viele gemeinschaftliche Pflückaktionen zustande kommen. Doch es gibt noch weitere Zukunftsvisionen für das Projekt:

„Wir hoffen, dass wir nicht nur Einzelpersonen zur Nutzung der lokal vorhandenen Früchte animieren, sondern auch zum Beispiel mit Schulen verschiedene Projekte umsetzen können, wie Ernte- und Verarbeitungsaktionen oder Apfelsaftpress-Workshops“, erzählt Judith Busch, Koordinatorin des Ernährungsrats Oldenburg.

Um möglichst alle öffentlich zugänglichen Obstbäume und –sträucher in Oldenburg auf der Karte eintragen zu können, ruft der Ernährungsrat alle Oldenburger*innen auf, in den Sommerferien bei Spaziergängen oder Fahrradtouren die Augen offen zu halten und dem Ernährungsrat alle gefundenen Pflückorte unter info@ernaehrungsrat-oldenburg.de zu melden. Für jeden nützlichen Tipp bis zum 26.08.2020 gibt es ein kleines Dankeschön.

Menschen, die Fragen zum Projekt haben, können sich an den Ernährungsrat wenden unter info@ernaehrungsrat-oldenburg.de.

One Comment

  1. Birgit de Vries Antworten

    Hallo, ich finde das Projekt ist eine super Idee! Vielleicht wäre es dazu noch hilfreich über die nebenan.de app entsprechende Flächen und Gärten ausfindig zu machen.
    Mfg
    Birgit de Vries

    http://Keine

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